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Die Kirche in Gottes Hand

Zdjęcie: R.Sobkowicz/ Nasz Dziennik

Polen war in seinem Herzen

Wtorek, 19 lutego 2013 (13:56)

Die Bischöfe Polens appellierten an ihre Gläubigen, die Nachricht vom baldigen Amtsverzicht Benedikts XVI. in einer Atmosphäre des Glaubens aufzunehmen. „Wir sahen in diesem Papst einen außergewöhnlichen, hervorragenden Menschen“ – sagte Erzbischof Józef Michalik.

 

”Polen war in seinem Herzen, es gehörte zu seinen Interessen. Die Kirche in Polen hatte seiner Ansicht nach eine bestimmte Rolle zu erfüllen“ – sagte der Vorsitzende der Konferenz des Episkopats Polens, Erzbischof Józef Michalik. Er verwies dabei auf die außergewöhnliche Persönlichkeit Benedikts XVI. als ausgezeichneter Theologe und hoch kultivierter Mensch, der die Fähigkeit besitze, mit zeitgenössischen Denkströmungen in fruchtbaren Kontakt zu treten. Laut Erzbischof Michalik hat der Papst es wiederholt vermocht, diesen Kontakt nicht nur zu knüpfen, sondern auch treffende Diagnosen abzugeben, die viel zu denken geben – etwa die Beobachtungen zur Diktatur des heute herrschenden Relativismus oder die Betrachtungen zu Themen wie unverhandelbare Werte, Verteidigung des Lebens, Unantastbarkeit des elterlichen Erziehungsrechts, Ehe oder Familie. „Der Papst hat gewissermaßen ein gutes Beispiel gegeben, wie man an die Erfüllung des Missionsauftrags der Kirche herangehen kann und sollte“ – sagte der Warschauer Erzbischof Kazimierz Kardinal Nycz während des unlängst abgehaltenen Briefings am Sitz der Konferenz des Episkopats Polens. Zuvor wurde die Erklärung des Hl. Vaters vom Apostolischen Nuntius in Polen, Erzbischof Celestino Migliore, verlesen. ”Dies war ein wichtiger Pontifikat, der der Kirche neue Horizonte eröffnet hat“ – sagte Erzbischof Migliore, der verlauten ließ, dass für ihn die Entscheidung des Papstes keine Überraschung bedeutet habe. Migliore fügte hinzu, dass Benedikt XVI. bestätigt habe, dass er ein Papst von hoher moralischer Autorität für die Welt ist.

                Der Erzbischof von Warschau wies darüber hinaus auf die besondere Bedeutung und Symbolik des Pontifikats Benedikts XVI. hin, dem Amtsnachfolger des seligen Johannes Pauls II. Kardinal Nycz appellierte dabei auch an die Medien, die Entscheidung des Hl. Vaters zu respektieren und deren zutiefst geistliche und gesamtkirchliche Dimension darzustellen. „Der Papst wird bis zum Ende Hl. Vater bleiben. Er hört nicht auf, Vater zu sein. Nur der Tod kann ihn von diesem Amt befreien“ – betonte der Erzbischof von Warschau. Gegen Ende des Briefings rief Nycz zum Gebet für den weiteren Dienst Benedikts XVI. im Vatikan und zur Danksagung an Gott für die von Benedikt ausgeübte Leitung der Kirche auf.

Agnieszka Gracz

NaszDziennik.pl